Zum letzten Spieltag der ersten Damenmannschaft in der Landesligasaison 24/25, begrüßte die DJK einerseits den Drittplatzierten aus Amberg, sowie die erste Mannschaft des Nachbarn aus Memmelsdorf. Nach der ernüchternden Pleite gegen die zweite Mannschaft des SV Hahnbach und dem damit verbundenen empfindlichen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, gingen die Eggolsheimerinnen als klarer Außenseiter in die Partien. Zwar rechnete sich das Team um Coach Reichold nach der starken Performance aus dem Hinspiel durchaus etwas gegen die Oberpfälzerinnen aus, nach den Eindrücken aus der letzten Partie wäre es allerdings vermessen gewesen, von vornherein von einem klaren Sieg auszugehen. Das Derby gegen die Memmelsdorfer glich im Vorfeld einer kleinen Wundertüte, denn obwohl die Nachbarn gerade „nur“ den fünften Tabellenplatz bekleiden, konnte man zuletzt den noch ungeschlagenen Primus aus Regensburg klar besiegen. Bei der DJK, die weiterhin auf die verletzte Außenangreiferin Theresa Ellmaier verzichten muss, feierte Jugendspielerin Lena Schöniger mit gerade einmal 15 Jahren ihr Debut in der Landesligamannschaft. Ein toller Erfolg für die Jugendarbeit der DJK!!!
DJK - VC DJK Amberg 3:2 (30:28, 25:18, 21:25, 22:25, 15:12)
Das erste Spiel gegen Amberg machten Coach und Spielerinnen als die vermeintlich größere Chance aus, an diesem Tag punkte zu sammeln. Von Anfang an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem man die unterschiedlichen Tabellensituationen zu keiner Zeit beobachten konnte. Die DJK bestach durch starke und variable Angriffe, die Ambergerinnen zeigten ihrerseits eine hervorragende Leistung in der Feldabwehr und kratzten viele bereits tot geglaubte Bälle der Eggolsheimerinnen heraus. Folgerichtig entbrannte ein Spiel auf Messers Schneide, dass die DJK nach fünf vergebenen Satzbällen mit 30:28 für sich entscheiden konnte. Dieser Satz gab den zahlreichen Zuschauern einen Vorgeschmack, auf den Rest der Partie.
Zwar übernahm die DJK zu Beginn des zweiten Satzes klar das Heft des Handelns und konnten diesen deutlich mit 25:18 für sich entscheiden, wer allerdings glaubte, dass die Gäste sich der Niederlage nun fügen würden, der lag mehr als falsch. Sowohl im dritten als auch im vierten Durchgang gingen die Ambergerinnen schnell in Führung und konnten diese bis zum Ende verteidigen (21:25, 22:25). Vor allem die bereits erwähnte Feldabwehr der Gäste muss an dieser Stelle abermals hervorgehoben werden. Die DJK fand zwischenzeitlich kaum ein Mittel, Bälle auf den Boden zu bekommen. Der Leistung beider Teams entsprechend, musste der Sieger dieses sehr sehenswerten Landesligaspiels im Tiebreak ermittelt werden.
Die Mädels gingen dabei als leichter „Außenseiter“ in den entscheidenden Satz, verspielte man doch abermals ein 2:0 Satzführung. In dieser Situation zeigte sich allerdings die hervorragende Moral der Mannschaft. Schnell konnte sich die DJK einen kleinen Vorsprung erspielen und spätestens mit dem vermutlich kuriosesten Punkt der bisherigen Saison (Svenja baggert bei einer Rettungsaktion aus kürzester Distanz in das Gesicht von Marlen, von wo der Ball anschließend auf der Seite der Amberger auf den Boden fällt) glaubten die Mädels, an den Sieg. Das Spiel blieb allerdings bis zum Ende spannend. Als es jedoch darauf ankam, konnte die DJK wichtige Punkte erzielen und ging mit einem viel Umjubelten 15:12 als Sieger dieses Kräftemessens hervor. Damit konnte man zwei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.
DJK - SC Memmelsdorf 3:2 (25:19, 17:25, 10:25, 25:22, 15:13)
Nach kurzer Erholungspause kam es für die DJK zum Derby gegen die erste Mannschaft des SC Memmelsdorf weiter. Auch wenn die Mädels noch geschwächt vom vorherigen Fünf-Satz-Spiel waren, ging man trotzdem mit großer Motivation in das Spiel. So ein Derby ist eben doch immer ein besonderes Spiel. Coach Reichold versuchte bereits vor Beginn der Partie, den Druck nach dem vorangegangenen Sieg von der Mannschaft zu nehmen. Und so starteten die Mädels mit einer erkennbaren Leichtigkeit in den ersten Satz. Begünstigt durch viele Eigenfehler der Gäste sowie starker Blockarbeit der DJK, konnte man sich schnell von den Memmelsdorfern absetzen. Mit einer beeindruckenden Vorstellung sicherten sich die Eggolsheimerinnen den ersten Satz mit 25:19.
Nun allerdings erwachte der Gast aus Memmelsdorf aus der anfänglichen Lethargie und zeigte seinerseits ein ganz anderes Gesicht. Angeführt von ihrer starken Mittelangreiferin, konnten die SCler fast nach belieben Punkten. Zusätzlich ließ die zuvor so starke Feldabwehr und Annahme der DJK merklich nach und ein ums andere Mal fielen Bälle fast ohne Gegenwehr in die Hälfte der Eggolsheimerinnen. Somit konnten sich die Gäste mit einer souveränen Vorstellung in den Sätzen zwei (17:25) und drei (10:25) die 1:2 Satzführung erspielen. Nach bereits acht gespielten Sätzen und schwindenden Kräften, sprach nun alles für einen Derbysieg der Nachbarn aus Memmelsdorf. Doch wie so oft im Amateurvolleyball, kam es doch ganz anders als gedacht.
Die DJK mobilisierte nochmal die letzten Kräfte und es entwickelte sich wie schon im ersten Spiel ein Spiel auf Augenhöhe. Keine Mannschaft konnte sich in dieser Phase einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Starke Mittelangriffe der Gäste konterten die Mädels mit einer deutlich verbesserten Feldabwehr und cleveren Angriffen. Genau in dieser Phase brachten einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen Coach und Spielerinnen der Gäste in Rage. An dieser Stelle sollte allerdings erwähnt werden, dass die Entscheidungen über das ganze Spiel gesehen, keine der beiden Mannschaften klar benachteiligte. Die DJK nutzte die Gunst der Stunde und konnte sich um einige Punkte von den Gästen absetzen. Genau dieser kleine Vorsprung reichte den Mädels, um den vierten Satz mit 25:22 für sich zu entscheiden.
Ein weiterer Punkt war der DJK nun also sicher und der Sieger dieses Derbys musste ein zweites Mal an diesem Tag im Tiebreak ermittelt werden. Wie schon im ersten Spiel gingen die Mädels zu Beginn des Satzes in Führung, allerdings konnte man sich nicht wirklich absetzen. Beim Stand von 12:10
kam es dann zu zwei vorentscheidenden Situationen. Die zuvor souverän agierende Mittelangreiferin der Gäste, die fast nach belieben punktete und quasi immer eine Etage über den Spielerinnen der DJK agierte, fand ihre Meisterin in dieser Situation in Julia Leicht und einem direkten „Killblock“. Nur einen Ballwechsel später dann die Vorentscheidung. Die eigentliche Starspielerin der Memmelsdorfer, die allerdings angeschlagen in die Partie ging, schmetterte einen für sie relativ sicheren Angriffsschlag genau auf die perfekt positionierte Libera Ramona Geck, deren Ball passgenau zu Zuspielerin Lisa Reichold kam. Diese beförderte das gelbblaue Leder perfekt auf die an diesem Tag überragende Hannah Zametzer, die den Ball zum umjubelten 14:11 longline auf den Boden zementierte. Zwar kamen die Gäste nochmal etwas heran, nach einem weiteren Angriffsfehler der Memmelsdorfer war es dann aber geschehen: Die DJK gewann den Tiebreak denkbar knapp mit 15:13 und sicherte sich somit den zweiten 3:2 Sieg an diesem Tag.
Derbysieger schallte es durch die Eggerbachhalle und während Spielerinnen und Coaches des SCM noch lange nach dem Spiel mit dem Schiedsgericht diskutierten, feierte das Team der DJK diesen Sieg ausgelassen. Das Team vom Eggerbach sammelte insgesamt weitere vier Punkte gegen den Abstieg und das gegen Mannschaften aus dem oberen Mittelfeld. Darüber hinaus konnte Coach Reichold allen zwölf Spielerinnen Spielzeit geben, was der Teammoral zusätzlich gut tun wird. Damit haben sich die Mädels vor dem letzten Spiel eine sehr gute Ausgangssituation erarbeitet und sich ein sieben Punkte Polster auf den direkten Konkurrenten aus Furth im Wald erspielt. Die Ausgangssituation ist nun wie folgt: Sollte Furth am kommenden Wochenende beim Spitzenreiter in Bamberg nicht gewinnen, ist die DJK auch rechnerisch sicher nächstes Jahr in der Landesliga. Sollte das der Fall sein, könnten die Mädels entspannt zum letzten Spiel fahren. Dann nämlich geht es genau gegen den direkten Mitstreiter aus Furth und ein potenzielles Endspiel, möchte sich jeder der Beteiligten ersparen. Die DJK auf jeden Fall hat alles getan, um das zu verhindern und Spielerinnen und Coach dürfen den Moment mehr als genießen. Danke an alle Fans, die uns während dieser Saison bei den Heimspielen so lautstark unterstützt haben. Damit bleibt nur noch eines zu sagen: Hier regiert die DJK!













































Fotos von Judith Rziha (www.jdzviews.com)